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Bandlife: Vor der Show

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„Und, bist du schon aufgeregt?“ ist eine Frage, die mir viele Freunde vor einem Konzert stellen.
Die Antwort darauf ist eigentlich immer die selbe: „Nee, aber ziemlich schlecht gelaunt.“
Es gibt, ich würd mal sagen, drei Varianten von typischem „Pre-Show“-Verhalten: Den Aufgeregten, den Genervten und den, dem alles egal ist. Bei uns gibt es vor allem die beiden letzteren 😀

Aber was machen Bands eigentlich so vor dem Konzert?

Abfahrt & Ankunft

Es beginnt mit dem Packen & der Abfahrt vom Proberaum – mal angenehm mit dem Auto, mal mit Bus & Bahn. Letzteres kann ganz schön stressig sein, hat aber auch irgendwie so ein DIY-Feeling, ich mag das irgendwie. Damit bin ich aber vermutlich auch die Einzige. Die allseits beliebten Flightcases schützen das Equipment dabei natürlich am besten und machen es für Autos auch super Stapelbar, allerdings sind sie für Bus & Bahn manchmal etwas unhandlich.

14915163_1272656339423390_3786846223911895121_nDie Ankunft an der Venue folgt meistens am frühen oder späten Nachmittag. Da selbst große Bands aber auch oft noch „normal“ arbeiten müssen, gibt es manchmal auch einzelne Konzerte unter der Woche, bei denen man erst um 6 oder 7 eintrudeln muss. Mit etwas Glück gibt es bald nach der Ankunft auch ein kleines Catering, z.b. belegte Brötchen (das beste Catering bisher hatten wir im Privatclub, eine Veranstaltung von ArtTraktiv und in Demmin <3).
Fun Fact: selbst wenn wir zu spät kommen, sind wir meist die Ersten.

Letzte Orga-Sachen

Nachdem man angekommen ist und sein ganzes Zeug in den Laden geschafft hat, werden ggf. noch mal kurz die Reihenfolge vereinbart und dementsprechend auch die Reihenfolge der Soundchecks. Meist bekommt die erste band den letzten Soundcheck, damit für diese nichts mehr geändert werden muss. Für alle folgenden Bands gibt es manchmal auch nur einen sog. „Line Check“ – quasi ein ganz kurzer Soundcheck direkt vor dem Auftritt. Da bei diesem natürlich schon Leute vor der Bühne stehen, möchte man ungern schon ganze Songs durchspielen usw.

Wie, ihr habt Merch?

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Je nachdem, ob man nun schon direkt in seinen Soundcheck hineinstolpern darf oder nicht, sollte man planen, wann und wo man das Merch aufbaut, wenn man denn welches dabei hat. Am besten sollten die Leute es natürlich direkt beim betreten des Raumes entdecken – und so eine Stelle zu finden ist oft gar nicht so leicht. Viele Veranstalter rechnen auch gar nicht damit, dass man Merch dabei hat, und so ist das oft sehr improvisiert. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man auch eigene Leuchtmittel (selbst wenn es nur Kerzen sind) mitnehmen, damit der Stand auffällt – für alle Fälle.

Und jetzt los.. Halt, Stopp!

Für die meisten Bands wäre das nun schon alles, aber wer schon mal Fotos von uns gesehen hat, weiß: Die Arbeit fängt erst an.

bandlife, band, Musik, aftertheriot, behind the scenes, bass, schminktascheDa wir unser dystopisches Konzept sehr ernst nehmen, haben wir uns vor einiger Zeit professionelles Effektmakeup besorgt – darunter Latexmilch (kriegt den Scheiß bloß nicht auf eure Klamotten) zum Formen der Wunden, Wundfüller (glibberiges Blut-Fleischgedöns), „Fresh Scratch“ (Fäden-ziehendes Blut für Schürfwunden) und eine Bluterguss-Farbpalette von Kryolan. Den Tipp bekam ich von einer Freundin, die sowas professionell macht (danke, Romina!). Dazu noch ein wenig Standardkram wie Foundation (die Farbe der Latexmilch passt natürlich zu niemandes Teint xD) und Abschminkkram.

Das alles flog anfangs noch ziemlich wild herum, so musste ich z.B. nach dem ersten Konzert in voller Montur meinen Rucksack mühsam von einer Schicht Latex befreien, da diese auf dem Heimweg ausgelaufen war. Pinsel und Makeup-Schwämme gingen auch flöten wie Socken in der Waschmaschine.

Dafür haben wir mittlerweile aber auch eine Lösung, nach langer Suche hatten wir erst einen RIESEN-Beutel aus Plastik  – allerdings irgendwie seltsam, wenn wir uns so „ernst“ nehmen und dann einen Beutel mit Pinker Eiscreme auspacken. Mittlerweile haben wir aber eine viel bessere und vor allem platzsparende Lösung: Den Kulturbeutel „Henry“ von Feuerwear. Zu meinem Erstaunen passen hier sogar die großen Packungen des Latex und des Abschminkzeugs rein – neben all dem Kleinkram; und was perfekt für uns ist: man kann ihn einfach an einem Garderobenhaken, einer Heizung o.ä. befestigen und somit haben wir alle 4 perfekten Zugriff darauf. Nichts fällt heraus, nichts fliegt mehr herum dank vieler Steck- und Reißverschlußfächer. Und das beste: Wenn die Latexmilch wieder ausläuft, kein Problem – der Innenbereich der Tasche ist dank des recycelten Feuerwehrschlauches gummiert und man kann den Mist einfach abziehen und klebrige Farbreste auswaschen.
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bandlife, band, Musik, aftertheriot, schminken, fxmakeup, behind the scenesAlle 4? Oh ja. Am Anfang hab ich noch jeden alleine geschminkt, da das allerdings 4(!) Stunden gedauert hat war klar – das ist nicht machbar und für mich auch nicht wirklich zumutbar. Man verliert einfach die Konzentration, zumal ich mich als Sänger und somit „Am-wenigsten-sonst-Vorbereiter“ auch um Merch und co. kümmern muss. So musste jeder lernen, wie das geht. am b ist immer unser Gitarrist – der seine Wunden trotz Hinweis nie Parallel zieht und sich dann aufregt, wenn er alles neu machen muss <3

Für kleinere Konzerte haben wir auch ein Makeup mit weniger Aufwand – da mal ich uns allen einfach etwas Schwarzen und braunen Dreck ins Gesicht. Passt zusätzlich natürlich auch in unseren geliebten neuen Henry.


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